Haslacher- / Bohl- und Uferstraße, Haslach

Immer mehr Menschen werden künftig „in Haslach” antworten, wenn sie nach ihrem Wohnort gefragt werden. Dazu trägt aber nicht nur das Großprojekt in den Gutleutmatten bei, wo in den nächsten Jahren Wohnungen für etwa 1300 Menschen entstehen. Kleiner, aber nicht weniger fein ist das Vorhaben, das die Stadtbau an der Ecke Haslacher- und Bohlstraße plant. Dort werden in zwei Bauabschnitten schon ab März Miet- und Eigentumswohnungen für bis zu 250 Menschen gebaut.  

In der Vergangenheit war die Brachfläche zwischen Haslacher- und Bohlstraße keine Zierde - das wird sich jetzt ändern. Als Kontrapunkt zum bestehenden Hochhaus an der Ecke von Markgrafen- und Haslacherstraße und in Ergänzung zur bestehenden L-förmigen Bebauung an der Bohl- und Uferstraße plant die Stadtbau einen ebenfalls L-förmigen Neubau mit insgesamt 47 barrierefrei zugänglichen Wohneinheiten, darunter 35 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 7 Vier-Zimmer-Wohnungen und 4 Fünf-Zimmer-Wohnungen. Dazu kommt erstmals eine rund 45 Quadratmeter große „Gästewohnung”, die tage- oder auch wochenweise von den Mietern für Besucher gebucht werden kann.

Aus städtebaulicher Sicht ist das Projekt ein echter Glücksfall: Durch diese Innenentwicklung wird die bestehende Infrastruktur gestärkt, außerdem wird eine wenig ansehnliche Brachfläche sinnvoll genutzt. Nicht zuletzt entsteht neuer Wohnraum im besonders stark nachgefragten Segment der preisgünstigen Wohnungen. Zu einer Aufwertung des Viertels trägt auch der geplante Rückbau der aus heutiger Sicht völlig überdimensionierten Kreuzung bei. Zusammen mit dem Neubau entsteht ein ruhiger Innenhof, der intensiv begrünt wird und sowohl den künftigen wie auch den bisherigen Bewohnern zur Verfügung steht. Zeitlich versetzt beginnt die Stadtbau Anfang 2011 mit der Sanierung der 60 Bestandswohnungen, die damit auf einen modernen energetischen Standard gebracht werden. Zur Energieversorgung der neuen und Teilen der alten Bebauung wird außerdem eine umweltfreundliche Heizzentrale mit Pellets- und Gasbetrieb gebaut. Außerdem werden die neuen Gebäude entsprechend des städtischen Energiestandards in Passivhausbauweise errichtet und mit Solaranlagen ausgestattet.  

Die Baukosten für die Mietwohnungen im ersten Bauabschnitt liegen einschließlich der Erschließung, der Verlängerung der Uferstraße, dem Rückbau der Kreuzung, einem neuen überdachten Garagenhof, der Gestaltung der Außenanlagen sowie sämtlicher Nebenkosten bei rund 6,5 Millionen Euro. Für alle 47 Wohnungen ist bereits ein Zuschuss aus dem Landeswohnraumförderungsprogramm genehmigt. Die neuen Wohnungen sind dennoch frei belegbar und stehen dem regulären Mietwohnungsmarkt zur Verfügung, da die Stadtbau die aus der Förderung resultierenden Mietpreis- und Belegungsbindungen auf vergleichbare Wohnungen aus ihrem Bestand übertragen kann.  

Quelle: Amtsblatt  

Pressemitteilung: "Premiere: Mietwohnungen als Passivhaus"




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Haslacher Straße: Innenhof
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Lageplan
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Spatenstich 11.03.2010
Spatenstich 11.03.2010