Stadthaus M1, Vauban

Freiburg im Breisgau erhält als bundesweit und über die Landesgrenzen hinaus bekannte „Green City“ ein neues Wahrzeichen: das M1. Als Portal zum Quartier „Vauban“, einem in Teilen autofreien und von besonders ressourcenschonender Bauweise geprägten Stadtteil Freiburgs, wird die Architektur des M1 und ihr energetisches Gesamtkonzept neue Zeichen im Selbstverständnis des ökologisch verantwortungsvollen Bauens setzen. Im M1 verbinden sich Nachhaltigkeit, Innovation und gestalterische Kreativität.

Die Dynamik und Lebendigkeit des M1 ergibt sich aus der Teilung des Gesamtkomplexes in zwei vier- bzw. fünfgeschossige Gebäude, deren individuell ausgeprägte Dachformen sich einander spannungsreich ergänzen. Die begrünte Fassade verleiht dem M1 sein einprägsames Gesicht. Getrennt werden die Gebäude in Nord-Süd-Richtung durch eine Passage, die die Durchlässigkeit betont und die kurze Verbindung zu den Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs sicher stellt.

Einzigartig und innovativ ist die M1-Fassade: Zwischen Dach und Boden gespannte Seile umhüllen das Gebäude, lassen sie dadurch kompakter erscheinen und wirken in ihrer freien, spielerischen Anordnung wie ein weich fließender Filter vor den geometrischen Bauformen. Diese Wirkung des „lebendig Amorphen“ wird zusätzlich verstärkt durch die Bepflanzung der Seile mit Rank- und Kletterpflanzen, die damit nicht länger nur beigestellte Begrünung, sondern untrennbarer Bestandteil der Bauten werden. Gebäude und Natur bilden eine Einheit. Mit diesem Konzept gelingt es dem mit dem 1. Preis ausgezeichneten Entwurf des Berliner Architekturbüros Barkow Leibinger, die Vielfalt und Qualität des Freiburger Quartiers „Vauban“ als dynamisches und ökologisch nachhaltiges Gesamtwerk abzubilden.

Das M1 wird ein 3-Sterne-Hotel und mehrere Wohnungen sowie Gewerbeeinheiten in zwei getrennten Gebäuden anbieten, Das Hotel steht als leicht erhöhter Kopfbau an der Merzhauser Straße – das Wohn- und Geschäftshaus mit großzügigen vier- und fünf-Zimmerwohnungen, einer Penthouse-Suite und Ladeneinheiten im Erdgeschoss erstreckt sich in die Vaubanallee. Die Passage zwischen Hotel und Wohnhaus wird als sich nach Süden hin aufweitender Grünraum gestaltet. Er bietet die Fortführung der bestehenden Wegeverbindung und zugleich eine hellere Belichtung der Grundrisse.

Das M1 wird in energieeffizienter Bauweise errichtet. Dabei vereint es höchste technische Standards in Konstruktion, Fassade und thermischer Versorgung zu einem energetisch vorausschauenden Gesamtkonzept. Die Fassaden in Low-Tech-Bauweise leisten einen hohen Beitrag zur Energieminimierung: Sie sind hochgedämmt; die Fenster sind mit Dreischeiben-Isolierglas bestückt. Die Südseiten der Häuser mit ihren Loggien und Balkonen erhalten neben dem aktiven Sonnenschutz einen vegetativen Sonnenschutz über die bepflanzte Seilbespannung der Fassade, die sommerlichen Wärmeschutz und passive Nutzung der Sonnenenergie im Winter gewährt. Die übrigen Fassaden werden als vertikale Holzfinnen-Fassade gestaltet.

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Barkow Leibinger Architekten, Berlin