Radon Revital Bad
Nach umfangreichen Voruntersuchungen und intensiven Beratungen hat der Gemeinderat St. Blasien im September 2001 in einem einstimmigen Votum die Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) mit der Entwicklung und Planung des Radon Revital Bades beauftragt. Damit war der Grundstein für eine regionale Zusammenarbeit zwischen der Stadt St. Blasien und dem im Bäderwesen erfahrenen Unternehmen der Stadt Freiburg gelegt.
Die regionale Bedeutsamkeit und Einmaligkeit des Projektes sollte sich bereits in der Wahl des Standortes, einer maßgeschneiderten Projektentwicklung und später in einer geeigneten Bauform widerspiegeln. Im Entwurfsgedanken wurde deshalb bewusst eine prägnante und erweiterbare Gebäudetypologie entwickelt, die sowohl den funktionalen als auch den landschaftsbezogenen Anforderungen gerecht wird.
Gemäß den Programmanforderungen und den sich daraus ergebenen funktionalen Beziehungen gliedert sich das Gebäude in drei wesentliche Bereiche. Im Mittelpunkt der Therapieeinrichtung steht die Badehalle mit einem ca. 90 qm umfassenden Bewegungsbecken und anschließenden Ruhezonen. Vorgelagert befindet sich der transparente Eingangsbereich mit Service-, Aufsicht- und Kassenstützpunkt. Der Zentralbereich wird von zwei Gebäudeflügeln flankiert, in denen sich neben den erforderlichen Funktionsräumen (Umkleiden, Duschen, WC-Anlage) die wesentlichen Hauptnutzflächen befinden.
Für die Anwendung der Radontherapie (Wannenbäder) sowie weiterer medizinisch therapeutischer Behandlungen ist der östliche Seitenflügel des Gebäudes vorgesehen. Durch die konzipierte räumliche Anordnung und Erschließung der Therapieabteilung ist sowohl eine autarke Nutzung als auch eine kombinierte Nutzung gemeinsam mit dem Zentralbereich (Bewegungsbecken) möglich.
Im westlichen Gebäudetrakt, in dem u.a. die Umkleiden und Duschen für die Benutzer des Bewegungsbeckens vorgesehen sind ist darüber hinaus ein Wellness- / Saunabereich integriert. Bei Bedarf können diese Flächen ebenfalls in Kombination mit dem Zentralbereich genutzt werden.
Durch das dreigliedrige Gebäudekonzept mit seinen jeweils in sich abgeschlossenen Funktionseinheiten wird ein weitestgehend flexibler Betriebsablauf ermöglicht. So kann ohne Beeinträchtigung der benachbarten Nutzungen ein separater Parallelbetrieb der Therapieabteilung und des Bewegungsbeckens bzw. des Wellnessbereichs durchgeführt werden. Für temporäre Nutzungen kann bei Bedarf der Zentralbereich entweder in Synergie mit den Therapieflächen oder aber mit dem Wellness- / Saunabereich genutzt werden.
Das Gebäude mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 4,6 Mio. € wurde nach 18-monatiger Bauzeit innerhalb des genehmigten Zeit- und Kostenrahmens fertig gestellt. An der Bauausführung wurden überwiegend regionale Firmen beteiligt.
Urkunde "Beispielhaftes Bauen"
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