Das Holzmodulprojekt Bergäckerstraße geht in der Kategorie „Einfaches Bauen“ und die Sanierung der Elsässer Straße 2fg im Breisacher Hof in der Kategorie „Bauen im Bestand“ in die Endrunde. Der Deutsche Baupreis wird jährlich unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtent-wicklung und Bauwesen vom Bauverlag in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal vergeben. In insgesamt fünf Sonderkategorien kürt eine Jury aus renommierten Experten innovative Ansätze und Ideen, die Impulse für das Bauen liefern. Die Preisverleihung findet am 24. März 2026 im Rahmen der digitalBAU in Köln statt.
Mit dem Quartiersprojekt in der Bergäckerstraße setzte die FSB auf eine innovative, serielle Holzmodulbauweise mit sehr hohem Vorfertigungsgrad. Vier dreigeschossige Gebäude mit insgesamt 33 Wohnungen sowie 300 m²Büro-, Sozial-, und Gemeinschaftsräumen wurden in kurzer Bauzeit errichtet. Das Projekt erfüllt den KfW-Effizienzhausstandard 40 EE, kombiniert Photovoltaik mit Dach- und Fassadenbegrünung und integriert ein soziales Nutzungskonzept, das gemeinschaftliches Engagement fördert. Das Zukunftspotenzial der modularen Bauweise wurde dabei deutlich: Sie ermöglicht wirtschaftliche, qualitativ hochwertige und skalierbare Lösungen – insbesondere für Projekte mit spezifischen zeitlichen, funktionalen oder sozialen Anforderungen.
Im Breisacher Hof verfolgt die FSB einen anderen, ebenso anspruchsvollen Ansatz: Die denkmalähnlichen Gebäude aus der Kaiserzeit in der Elsässer Straße mit insgesamt 139 Wohnungen werden sukzessive umfassend modernisiert und energetisch ertüchtigt. Statt eines Neubaus wurde bewusst die Sanierung im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ gewählt, um die städtebauliche Identität und historische Bedeutung des Quartiers zu bewahren und zugleich Energieverbrauch und CO₂-Emissionen deutlich zu senken sowie durch die Finanzmittel des Bundes, Landes und der Stadt Freiburg die Mieten dauerhaft bezahlbar zu gestalten. Der erste Bauabschnitt mit den Gebäuden Elsässer Straße 2f und 2g wird aktuell finalisiert. Durch technische Erneuerung, energetische Sanierung auf KfW 85-Standard, barrierefreie Erschließung und sozialverträgliches Umzugsmanagement steigt nicht nur die Wohnqualität, sondern auch die Zahl der Wohnungen von 52 auf 56 – bei weiterhin bezahlbaren Mieten.
„Diese beiden Nominierungen zeigen eindrucksvoll die strategische Bandbreite unseres Unternehmens“, erklären Dr. Magdalena Szablewska, technische FSB-Geschäftsführerin und Dr. Matthias Müller, kaufmännischer FSB-Geschäftsführer. „Mit der seriellen Holzmodulbauweise in der Bergäckerstraße entwickeln wir ein zukunftsfähiges Instrument für besondere Bauaufgaben – schnell, nachhaltig und flexibel einsetzbar. Gleichzeitig beweisen wir in der Elsässer Straße, dass auch denkmalähnliche Bestandsgebäude sensibel und technisch auf höchstem Niveau modernisiert werden können. Diese Kombination aus Innovation und verantwortungsvollem Umgang mit dem Bestand steht exemplarisch für die Vielfalt unseres Handelns.“